Die Historie der Bottroper BG
Wir sind die Bottroper Badminton-Gemeinschaft und leben den Sport Badminton seit dem 8. März 1976. In den ersten Jahren unserer Historie erlebt unser Verein einen rasanten Aufstieg. Gestartet in der Klasse C Nord in der Saison 1976/77 steigt unsere erste Mannschaft in sieben Jahren insgesamt sechs Mal auf – bis in die Oberliga West, die heutige 2. Bundesliga. Als eine Handvoll Badminton-Begeisterter die BBG gründen, ist diese Entwicklung kaum abzusehen. In einer Zwei-Felder-Halle am Wildenhof beginnt die Erfolgsstory des Vereins, die sich zu Beginn ausnahmslos auf das Talent und die Begeisterung der Familie gründet. Mutter Marlies und Vater Hans schwingen für die Seniorenteams den Schläger, während sich die Söhne Hans-Georg, Christoph und Michael sowie Cousin Klaus in der Jugend die ersten Lorbeeren verdienen.
Erfolgreich bei den Deutschen Meisterschaften
Die BBG ist über Jahrzehnte ein echter Ausbildungsklub, der jungen Talenten früh Einsatzzeiten gibt und damit regelmäßig zu den jüngsten Teams der Liga gehört. Dieser konsequente Fokus auf die Jugend führt schon kurz nach der Gründung zu ersten Erfolgen und schließlich zum größten Triumph: dem Gewinn der Deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaft 1981. Doch auch zuvor ist man schon erfolgreich und holt 1978 den Vizetitel der Schülermannschaftsmeisterschaften. Auch in den Individual-Wettbewerben sind die Spielerinnen und Spieler der BBG erfolgreich. Erster Deutscher Meister des Vereins wird Christoph Fischedick im Jahr 1977 (U14). Auf ihn folgen zahlreiche weitere Meistertitel der Jugend, aber auch bei den Altersklassen ist man sehr erfolgreich und kann sogar im Bereich O19 durch Carina Mette im Jahr 2003 einen Titel gewinnen. Dazu kommen etliche Podiumsplätze. Erfolgreich ist die BBG auch als Ausrichter nationaler Turniere. Sowohl die Deutschen Meisterschaften U15, U19 und U22 als auch die Jugendmannschaftsmeisterschaften und insgesamt zehn Westdeutsche Meisterschaften finden schon in Bottrop statt. Größtes Event sind jedoch die DM der Altersklassen im Jahr 2004, die parallel in der Halle an der Berufsschule und der Dieter-Renz-Halle stattfinden.

Der Sprung in die Bundesliga
In den 1980er-Jahren schaffen wir nach vier Jahren in der Oberliga West den Sprung bis in die Bundesliga und sorgen in der Aufstiegssaison 1986/87 für Aufsehen, als wir Rekordmeister Mülheim und andere Topteams hinter uns lassen und mit 27:1 Punkten in die Aufstiegsrunde einziehen. Trotz eines Rückschlags gegen Langenfeld gelingt der Aufstieg, doch in der ersten Bundesligasaison ist die Mannschaft Außenseiter und sammelt nur wenige Punkte, bevor sie wieder in die neu gegründete 2. Bundesliga absteigt. Der direkte Wiederaufstieg 1989/90 bringt zwar frischen Schwung und namhafte Neuzugänge, doch erneut ist die Liga zu stark, und die BBG muss wieder den Gang nach unten antreten. In den folgenden Jahren etabliert sich der Verein als Spitzenmannschaft der 2. Bundesliga, bevor 1996 der dritte und bislang letzte Sprung ins Oberhaus gelingt – diesmal erstmals ohne die Fischedick-Brüder, aber mit international starker Unterstützung. Trotz holprigem Start schafft die BBG erstmals den Klassenerhalt in der Bundesliga und begeistert mit entscheidenden Siegen sowie einer starken Heimkulisse. Zwei Jahre später folgt mit Platz sieben die beste Saison der Vereinsgeschichte, bevor finanzielle Gründe 1999 nach drei Jahren am Stück und insgesamt fünf Jahren in der höchsten Spielklasse zum freiwilligen Rückzug aus der Bundesliga führen. Doch wir kämpfen uns zurück und spielen bis zum Jahr 2008 eine wichtige Rolle in der 2. Bundesliga.
Die Welt zu Gast in Bottrop
Die größte Erfolgsgeschichte schreibt unser Verein mit der Ausrichtung der German Junior Open ab 1991. Die German Junior entwickeln sich in Bottrop von einem kleinen Turnier zu einem der bedeutendsten internationalen Jugend-Wettbewerbe Europas. Was Anfang der 1990er-Jahre mit einer Handvoll Nationen und verhaltenem Zuschauerinteresse beginnt, wächst dank des Engagements der Familie Fischedick und vieler Helfer zu einem Top-Event, das Jahr für Jahr Weltklasse-Talente aus Asien und Europa anzieht. Stars wie Peter Gade, Taufik Hidayat, Lin Dan oder Lee Yong-Dae schlagen in Bottrop auf, und auch exotische Nationen finden den Weg in die Halle. Mit steigender Qualität, modernster Technik, großer medialer Aufmerksamkeit und hunderten Übernachtungen wird das Turnier zu einem Aushängeschild für Stadt und Verein. Insgesamt 18 Ausgaben lang schaffen die Organisatoren eine besondere Atmosphäre mit unzähligen Geschichten und Erinnerungen.
Die moderne BBG
Mit dem Rückzug von Hans und Marlies Fischedick beginnt für die BBG eine neue Ära. Die German Junior Open und Westdeutschen Meisterschaften finden nicht mehr in Bottrop statt. Die dadurch entstehenden finanziellen Engpässe zwingen uns dazu, unsere Bundesligamannschaft zurückzuziehen. Die erfolgreichen Zeiten im Spitzensport sind also vorerst vorbei. Dennoch geht es sportlich durchaus erfolgreich weiter. Unsere neue sportliche Heimat finden wir zwischen der Regionalliga und Landesliga. Heute sind uns der alltägliche Trainingsbetrieb, die Mannschaftsspiele und vor allem unsere Mitglieder am wichtigsten. In unserem Verein finden sich die verschiedensten Menschen in allen Altersklassen, die gemeinschaftlich zusammen spielen und bei großen Veranstaltungen mit anpacken. Durch die Fusion mit dem 1. BC Kirchhellen im Jahr 2014 bekommen wir nicht nur weitere tolle Mitglieder, sondern können unsere Trainingsmöglichkeiten auch ins Dorf verlagern. Wir versuchen immer wieder neue Wege zu gehen – ob auf dem Platz, auf Social Media, in unserer Vereinszeitung oder bei verrückten Air Badminton-Aktionen auf dem Tetraeder. Bei allem sind wir vorne mit dabei. Besonders wichtig ist uns aber unsere Gemeinschaft, die daher groß in unserem Vereinsnamen steht: "Bei uns ist jeder willkommen, hier bleibt niemand allein! Schließe dich uns an, BBG ist dein Verein ;)"
Die Entwicklung der BBG im Zeitstrahl








































